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Die Band, ihre Konzerte und der deutschsprachige Blues

Mal slow, mal rockig, aber immer blue – die Konzerte der Nobby Stiles Bluesband sind eine Hommage an den Großstadt-Blues von Muddy Waters bis B. B. King. Auf der Bühne beweisen die fünf Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet schon seit Jahren, dass sie das Genre beherrschen. Groovende Rhythmen, zupackende Gitarren- und filigrane Harpsoli kennzeichnen ihre Auftritte.

Nach der Veröffentlichung einer ersten CD ("Ach so ...?!" bei Taunus Records, zum Shop) geht die Band neue Wege und erweitert ihr Repertoire mit eigenem deutschsprachigen Blues. Die musikalische Reise führt von Chicago bis in die deutschen Südstaaten. Man spürt den Themen nach, wie sie zwischen Hamburg und Frankfurt, zwischen Büroalltag und der Kneipe an der Ecke zu finden sind.

Mit ironischen, bitteren und auch mal nüchternen Texten kurven die Songs (hier eine Hörprobe) durch ein Land, dem es nach offizieller Lesart ja so gut geht. „Ach so ...?!“ legt den Finger in die Wunde, die die bundesdeutsche Sozialpolitik reißt. Da treffen der Dozent mit Zeitvertrag, die arbeitslose Supermarktkassiererin und der Plastikflaschen suchende Rentner aufeinander. Kommt jemand ins Grübeln? Weit gefehlt – Hauptsache, die Arbeitsmarktstatistik stimmt.



Und die Politiker selbst? Wie kommen die zu ihren Entscheidungen? Wieviele erhalten „das sichere Mandat“ durch die Hilfe des einen oder anderen Lobbyisten, der die Gesetzestexte diktiert? Da hebt man im Bundestag gerne den Arm bei der Abstimmung über Rüstungsexporte oder der Freigabe für Genversuche.

„Mein Gott, selbst im Dreck gibt es noch zweiter Klasse“, heißt es in der „Bremer Reihe“. Diese Straße stand in Hamburg jahrelang als Synonym für den Strich der Drogenszene. Nicht weit von der glitzernden Scheinwelt der Reeperbahn verkaufen die Abhängigen für wenig Geld ihren Körper. Das lässt keinen Blueser kalt. Zumal der sich auf der Suche befindet – der Suche nach der echten Liebe. Die ist manchmal weit weg und entzieht sich bereits bei den ersten Annäherungsversuchen – „bin total fertig“.

Und was hat das Ganze mit Nobby Stiles zu tun? Jenem Fußballer, der 1966 mit der englischen Nationalmannschaft Weltmeister wurde? Er galt als einer der härteren Vertreter dieser Ballsportart. So hart wie er scheint manchmal auch das Leben. Und das ist der Blues, Mann. Ach so ...

Noch mehr erfahren? Eine "Kurzdoku" gibt Auskunft:

Vielen Dank an Johannes Kubin, der die Videos und das Bandporträt so professionell kreiert hat.

 

Konzerttermine der Nobby Stiles Bluesband:

- 16. November 2019, 20 Uhr, "Bunte Katze", Wetzlar-Niedergirmes

- 7. März 2020, 20 Uhr, in "Bernies Bluesbar", Sankt Goarshausen

- 4. April 2020, nachmittags, KulturTreffCafé im "Haus der Volksarbeit", Frankfurt

- 25. April 2020, nachmittags bei der Whisky Fair in Limburg

- 22. August 2020 in Laubach (Details folgen)

Wir sehen uns!


"Playtime - das kleine Bluesorchester"

Musiker der Nobby Stiles Bluesband setzen mit der Akustik-Band „Playtime“ zusätzliche musikalische Farbtupfer aus der Geschichte von Blues und Rock. Infos und alle Termine gibt's auf der eigenen Playtime-Website. Das nächste Konzert:

Freitag, 24.1.2020, 20.30 Uhr, "Mosaikbar", Freiligrathstraße 57, Frankfurt-Bornheim